Spiegeltherapie

Die Spiegeltherapie eignet sich für Krankheitsbilder, die eine Halbseitensymptomatik aufzeigen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder bei Amputationen.
Der Spiegel wird an die Körpermitte des Patienten so platziert, dass der gesunde Körperteil gespiegelt wird. So liegt z. B. der gelähmte Arm hinter dem Spiegel, der nicht betroffene Arm liegt vor dem Spiegel. Somit schaut der Patient in den Spiegel und sieht dort seinen gesunden Körperteil als sei es der betroffene Körperteil.

Dadurch entsteht eine optische Illusion, es scheint, als würde sich der gelähmte Arm bewegen.
Bereits durch die Bewegungsvorstellung oder –beobachtung werden Hirnregionen aktiviert, die für die Ausführung von Bewegung zuständig sind.
Während der Therapie konzentriert sich der Patient voll auf das Spiegelbild, dabei sitzt der Patient stabil und sicher.
Der Patient muss die Aufgaben des Therapeuten verstehen können und auch in der Lage sein sie auszuführen. Er sollte sich für ca. 30 Minuten auf die Aufgaben einlassen können.

Die Bewegungen werden ausgeführt und im Spiegel betrachtet, es entsteht der Eindruck, die zu behandelnde Seite bewege sich normal. Der Patient verfolgt die Bewegungen mit den Augen.
Zunächst wirkt das Spiegelbild „unwirklich“ auf den Patienten, dies kann Verwirrung und Unglauben auslösen, häufig wird sich hinter dem Spiegel vergewissert was mit dem verdeckten Körperteil geschieht.

Diese Unsicherheiten geben sich nach einigen Einheiten der Eingewöhnung. Abschließend muss aber auch gesagt werden, dass nicht jeder Patient in gleichem Maße von der Therapie profitiert, der Erfolg ist individuell unterschiedlich.

Von Dietmar Mies
Praxis Ergotherapie Warstein/Sauerland

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